KrankheitenFrettchen sind von Natur aus robust und widerstandsfähig. Doch es kann vorkommen, dass sie an einer bakteriell- oder virusbedingten Infektion erkranken. Eine wesentliche Vorbeugung ist, wie schon erwähnt, die wichtige Haltungshygiene. Bei einer Vielzahl von Viruserkrankungen beugt eine Schutzimpfung vor.
Das Thema Impfung finden Sie unter "vorbeugende Schutzimpfungen" abgehandelt.Blasensteine
Diese Erkrankung ist bei der Spezie der Frettchen immer infektiös bedingt, keinesfalls darf man hier eine falsche Ernährung als den Auslöser der Krankheit ansehen. Wiederholter Harndrang eines Tieres kann erste Anzeichen über eine Blasenerkrankung und evtl. darüberhinaus auch Blasensteine geben, die vom Halter sehr ernst genommen werden müssen.
Herz- Kreislauf-Erkrankungen
Tumoröse Erkrankungen
Vitamin-B-Mangelund seine Folgen:
Zuchtprobleme
Die Ursache Nr. 1 einer gestörten Reproduktion beim Frettchen ist in der Unterversorgung an Vitamin B1 (B1-Hypovitaminose) zu suchen. Die B1-Hypovitaminose führt beim Frettchen zu Sterilität, mangelnder Spermaqualität, embryonalem Frühtod und anderen negativen Erscheinungen.
Eine ausreichende Versorgung des Frettchen mit Vitamin B1 wird durch die Verfütterung von Back- und Bierhefe sowie Fleisch garantiert.
Andererseits führen andere Nahrungsmittel zu einer Beeinträchtigung in der Vitamin B1 Versorgung. Süßwasserfische können beispielsweise durch das in ihren Eingeweiden enthaltene Enzym Thiaminase das Vitamin B1 (Thiamin) neutralisieren, allerdings kann man die Wirkung des Enzyms durch das Kochen des Süßwasserfisches aufheben. Die Verfütterung von Rohei kann ferner die Wirkung der B-Vitamine hemmen; Rohei enthält den Stoff Avidin, das diesen negativen Einfluss ausübt.
An zweiter Stelle stehen erbliche Dispositionen, wie z.B. eine zu kleine oder auch eine zu große Gebärmutter der Fähe, die eine Zucht erschweren wenn nicht sogar gänzlich verhindern.
Als dritter Punkt bei der Zuchtproblematik wären noch Infektionskrankheiten zu erwähnen, wie z.B. eine Infektion durch Salmonellen die sehr wohl eine Frühgeburt bei der Fähe auslösen kann.
Keinesfalls sollte deshalb während der Trächtigkeit Rohei oder rohes Hühnerfleisch in das Nahrungsprogramm aufgenommen werden.